Frankreich und seine Sportarten

Frankreich und seine Sportarten

Frankreich ist nicht nur bekannt für seine Sehenswürdigkeiten und Klischees, sondern auch für seine Sportarten. Er ist ein bedeutender Faktor des gesellschaftlichen Lebens. Viele Franzosen kümmern sich um ihren Körper und die notwendige Aktivität.

International ist Frankreich sicherlich zunächst für zwei Dinge bekannt: Das Fußballnationalmannschaft und die Tour de France. Seit einiger Zeit gilt Frankreichs Nationalmannschaft als sehr stark und erreicht regelmäßig gute Positionen bei europäischen und weltweiten Wettbewerben. Damit findet sie in dem Land selbst auch viele Anhänger, die den Sport zelebrieren. Fußball gilt offiziell als Frankreichs bekannteste Sportart. Regelmäßig begeistern Vereine wie Paris Saint-German in internationalen Wettbewerben oder die Équipe Tricolore durch zwei gewonnene Europameisterschaften.

Die Tour de France als größtes Radsportevent der Welt ist ebenfalls unheimlich wichtig für die Sportkultur des Landes und in Frankreich schon wesentlich länger beliebt und gefeiert als der Fußball. Hier steht Radsport an erster Stelle. Dieses Rennen, das in Etappen gefahren wird, ist das älteste Etappenrennen der Radsportgeschichte. Doch auch in der Freizeit hat das Fahrrad eine große Bedeutung für das Land. Die meisten der aktiv Sport treibenden Franzosen fahren Fahrrad und halten sich dadurch körperlich fit. Schon kurz nach der Erfindung des Zweirads zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde dieses unheimlich bekannt und populär in Frankreich. Mit der Zeit wurde es dann auch zu einer der national am meisten betriebenen Sportarten. Nicht nur das Rennrad, sondern auch das Mountainbike kamen dazu und bildeten neue Unterbereiche des Radsports.

Eine weitere, schon lange in Frankreich bekannte und beliebte Sportart ist mit Sicherheit Rugby. Diese Sportart, die in einer engen Verbindung zur Entwicklung des Fußballs steht, wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts in England erfunden. Erst seit den 1990er Jahren jedoch hat sich die uns bekannte Form des Rugbys, nämlich Rugby Union, professionell etabliert. Seit 1987 die erste Rugby-Union-Weltmeisterschaft ausgetragen wurde, befindet sich Frankreich regelmäßig innerhalb der ersten 4 Plätze. 1987, 1999 und 2011 stand die französische Nationalmannschaft jeweils im Finale, konnte sich jedoch gegen Neuseeland beziehungsweise Australien nicht durchsetzen und landete immer auf dem zweiten Platz. Ein maßgeblicher Erfolg steht hier also noch aus.

Während diese Sportarten jedoch nicht zwingend nur für Frankreich typisch sind, ist es das Boule-Spiel definitiv. Das im 14. Jahrhundert massiv bekämpfte Spiel gehört zu einer der am meisten angesehensten Sportarten Frankreichs. Es ist eine Sammlung aus verschiedenen Kugelsportarten, die auch teilweise noch wie Dialekte regional unterschiedliche Regeln haben. Die Grundregeln sind wie folgt: Zwei Mannschaften haben die Aufgabe, ihre eigenen Bälle möglichst nah an eine bestimmte Kugel heranzubringen, wobei auch Gegnerkugeln bewegt werden können. Es gibt bei der Sportart verschiedene Mannschaftsgrößen: Die Mannschaft kann aus einer Person bestehen, was „Téte-á-téte“ genannt wird. Es kann aber auch im Doublette oder Triplette gespielt werden. Eine der bekanntesten Unterkategorien des Boule-Spiels ist Pétanque, welches auch regelmäßig auf verschiedenen Sportevents im Wettkampf gespielt.

Natürlich sind auch andere Sportarten in Frankreich bekannt und beliebt. Viele Franzosen joggen und schwimmen auch gerne, was sich aber nicht als einmalig bezeichnen lässt. Trotz allem kann gesagt werden, dass Sport in Frankreich einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert hat und hoch angesehen wird, unabhängig von der einzelnen Sportart.

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